Regional Governance

Das eng verflochtene Mehrebenensystem der Bundesrepublik stellt Klimapolitik als einen nötigen Veränderungsprozess vor besondere Herausforderungen, die die staatliche und kommunale Ebene allein nicht bewältigen kann. Klimapolitik zeichnet sich durch eine hohe Komplexität von sektor- und politikfeldübergreifenden Aufgaben und unterschiedlichen Akteuren aus. Für Landkreise als regionale Akteure im kommunalen Klimaschutz eröffnen sich gute Möglichkeiten, die Entwicklung von Klimaschutzaktivitäten in ihrer Region über die sogenannte Regional Governance zu lenken.

Was bedeutet Regional Governance?

Hierbei handelt es sich um regionale Prozesse der Selbststeuerung in Form von Netzwerken, die Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einbeziehen, mit dem Ziel, regionale Entwicklung voranzutreiben. In diesem Zusammenhang sind auch der Landkreis und seine Rollen im kommunalen Klimaschutz zu sehen. Sie wirken dabei nicht nur auf Kreisebene und neben anderen Kreisen (horizontal), sondern vor allem auch vertikal in die kreisangehörigen Kommunen hinein. Darüber hinaus können Kreise auch als „Mittler“ wirken oder als „Zwischenebene“ zu den Gemeinden und der Länder- oder Bundesebene sowie zu weiteren regionalen Akteuren fungieren.

LAND-KREIS-GEMEINDE unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden, regionale Akteure und die Länderebene dabei, den Dialog über Entwicklungsprozesse insbesondere mit Blick auf Klimaschutz und regionale Wertschöpfung in der Region zu stärken und konkrete Vorhaben anzustoßen.